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Umbau Karl-Marx-Allee

Der Abschnitt der Karl-Marx-Allee zwischen der Otto-Braun-Straße und dem Strausberger Platz wurde von 2018 bis 2020 saniert.

Umbau der Karl-Marx-Allee © Christoph Eckelt

Die Karl-Marx-Allee ist nicht nur Namensgeber des Gebiets, sondern auch die zentrale Straße des Gebiets. Sie trennt den II. Bauabschnitt in Nord und Süd, ist aber gleichzeitig Zubringer und Verbindung zum Alexanderplatz sowie zum I. Bauabschnitt der Straße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Seit dem Bau der Straße sind an ihr keinerlei Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Demnach machten erhebliche Schäden an der Straße und den Gehwegen die Erneuerung in dem etwa 800 m langen Bereich zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz dringend notwendig. Verantwortlich für die Maßnahme war die die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) Im Juni 2018 wurde mit dem Umbau begonnen, bereits im Herbst 2020 abgeschlossen.

Der Umbau der als Ensemble denkmalgeschützten Straße erfordert einen Blick für das Detail: So wurde die Straße mit Verwendung historischer, wiederverwendungsfähiger Materialien, u. a. der Gehwegplatten der 1960er Jahre, realisiert. Durch den Wegfall von Baumstandorten direkt vor dem Kino International wird das denkmalgeschützte Filmtheater – wie ursprünglich vorgesehen - wieder sichtbar. Insgesamt werden die öffentlichen Bäume aus den 1960er Jahren durch Bodenaustausch und Kronenschnitt größtenteils erhalten sowie um die Neupflanzung von 29 Bäumen ergänzt. Insgesamt waren 24 Baumfällungen notwendig, u.a. zur Verbesserung der Radverkehrsanlagen. Die breiten Gehwegbereiche im westlichen Abschnitt wurden mit Rasen und Blumenzwiebeln begrünt. Zusätzlich wurde bereits in der Bauphase die Begrünung des Mittelstreifens der KMA politisch beschlossen und kurz danach umgesetzt.

Ein weiteres Highlight sind die Aufwertung der zwei öffentlichen Hochbeete vor der Karl-Marx-Allee 38-44 (Südseite) und 37-43 (Nordseite) mit Schmuckpflanzungen, sowie die Installation von 35 Sitzbänken mit Armlehnen entlang der Allee. Für ausreichend Licht unter den Baumkronen sorgen die neuen Straßenleuchten im Design der 1960er Jahre. Auch bei der Wahl der Mülleimer der BSR wird auf Details geachtet: statt der üblichen orangen Mülleimer wurden elegant-schlichte Mülleimer im für das Gebiet typischen Grauton gewählt.

Durch den Umbau wurden zwei Fahrstreifen je Richtung und Parkmöglichkeiten für den Kfz-Verkehr geschaffen. Dem gestiegenen Radverkehr wird durch einen durchgehenden Radfahrstreifen in einer Breite von 4 m entsprochen, der durch einen Sicherheitsstreifen von 1,50 m Breite von dem links daneben liegenden Parkstreifen bzw. Fahrstreifen getrennt ist. Die neuen Gehwege wurden zudem für mobilitätseingeschränkte Menschen ausgestattet.

 

Begrünter Mittelstreifen auf der Karl-Marx-Allee © F. Nerger