Umbau der Karl-Marx-Allee

Die Karl-Marx-Allee ist nicht nur Namensgeber, sondern auch die zentrale Straße des Gebiets. Sie trennt den II. Bauabschnitt in Nord und Süd, ist aber gleichzeitig Zubringer und Verbindung zum Alexanderplatz sowie zum I. Bauabschnitt der Straße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Seit dem Bau der Straße sind an ihr keinerlei Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Demnach machen erhebliche Schäden an der Straße und den Gehwegen die Erneuerung in dem etwa 800 m langen Bereich zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz dringend notwendig. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) hat für den anstehenden Umbau die Planung übernommen. Im Juni 2018 wurde mit dem Umbau einer der bedeutendsten Straßen der Hauptstadt begonnen und im Herbst 2020 abgeschlossen.

Der Umbau der als Ensemble denkmalgeschützten Straße erfordert einen Blick für das Detail: So wurde die Straße mit Verwendung historischer, wiederverwendungsfähiger Materialien, u. a. der Gehwegplatten der 1960er Jahre, realisiert. Durch den Wegfall von Baumstandorten direkt vor dem Kino International wird das denkmalgeschützte Filmtheater - wie ursprünglich vorgesehen - wieder sichtbar. Insgesamt werden die öffentlichen Bäume aus den 1960er Jahren durch Bodenaustausch und Kronenschnitt größtenteils erhalten sowie um die Neupflanzung von 29 Bäumen ergänzt. Insgesamt waren 24 Baumfällungen notwendig, u.a. zur Verbesserung der Radverkehrsanlagen. Die breiten Gehwegbereiche im westlichen Abschnitt wurden mit Rasen und Blumenzwiebeln begrünt, zusätzlich wurden mittelhohe Hecken in Anlehnung an die Gestaltung der 1960er Jahre gepflanzt. Die Aufenthaltsqualität wird nicht nur durch die Aufwertung der zwei öffentlichen Hochbeete vor der Karl-Marx-Allee 38-44 (Südseite) und 37-43 (Nordseite) mit Schmuckpflanzungen, sondern auch durch die Installation von 35 Sitzbänken mit Armlehnen verbessert.

Zusätzlich zu den Straßenleuchten im Design der 1960er Jahre mit moderner Lichttechnik leuchten schlichte Lichtstelen die Gehwege unter den dichten Baumkronen aus. Unmittelbar westlich der Hochhäuser am Strausberger Platz werden zwei 4-Arm-Kandelaber nach historischem Vorbild im Stil des1. Bauabschnitts wieder ihren Platz finden. Auch bei der Wahl der Mülleimer der BSR wird auf Details geachtet: statt der üblichen orangen Mülleimer wurden elegant-schlichte Mülleimer im für das Gebiet typischen Grauton gewählt.

Durch den Umbau wurden zwei Fahrstreifen je Richtung und Parkmöglichkeiten für den Kfz-Verkehr geschaffen. Dem gestiegenen Radverkehr wird durch einen durchgehenden Radfahrstreifen in einer Breite von 4 m entsprochen, der durch einen Sicherheitsstreifen von 1,50 m Breite von dem links daneben liegenden Parkstreifen bzw. Fahrstreifen getrennt ist. Die neuen Gehwege wurden für mobilitätseingeschränkte Menschen ausgestattet.

Viele weitere Informationen zum Umbau der Straße erhalten Sie auf den Seiten der SenUVK.