Plansche Singerstraße

Das gesamte Erhaltungsgebiet wurde als eine Einheit entworfen, zu der neben den Wohnbauten, den sozialen Infrastruktureinrichtungen und den Nahversorgungs- und Kulturangeboten, die wohnungsnahen Frei- und Grünflächen gehören. Typische und beliebte Formen in den 1950er und 1960er Jahren waren die Kinderplanschen, die das Wohnumfeld in der Großstadt aufgewertet haben. Die Planschen sind organisch geformte, mit farbigen Betonplatten befestigte Wasserrückhaltebecken. Im Gebiet Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt wurden zwei Planschen geplant, die  noch heute Spielbereiche mit überörtlicher Bedeutung sind und wichtige Identifikationsorte für die Anwohner darstellen.

Beide Planschen befinden sich jedoch heute in einem sehr schlechten technischen Zustand: die Plansche Singerstraße wird nur noch sporadisch für wenige Wochen im Jahr in Betrieb genommen. Sie soll daher mit Hilfe der Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" erneuert werden. Ziel ist es, sie in ihrer ursprünglichen Nutzung als eine Plansche zu erhalten. Um dies zu ermöglichen wird derzeit ein technisches Konzept für die Wassertechnik erarbeitet. Im Rahmen dessen werden ebenfalls die Kosten für die Sanierung, die hygienischen Erfordernisse und Bedingungen für den Betrieb sowie die Kosten für die Unterhaltung der Plansche ermittelt.

Neben dem Objekt der Plansche selbst, soll auch die angrenzende Grün-, Bewegungs- und Spielfläche so erneuert werden, dass sie generationenübergreifend nutzbar wird. Demnach sollte die Freifläche sowohl Räume für Ruhe und Erholung, als auch für Bewegung und Spiel bieten. Dabei wird die Herstellung der Gehwege und des Planschenumfelds denkmalbewusst an der ursprünglichen Konzeption orientiert. Für die Gestaltung der Freiraumflächen wird durch die Prozesssteuerung (KoSP GmbH) ein öffentliches Beteiligungsverfahren organisiert. Hierfür sind Ihre Ideen und Wünsche gefragt, so dass die neu gestalteten Flächen den Ansprüchen ihrer Nutzer gerecht werden. Der erste öffentliche Ideenworkshop fand am 23. Oktober 2018 statt - mehr Informationen finden Sie hier.

Im Jahr 2018 begann das zweistufige Gutachterverfahren zur Sanierung der Plansche und Neugestaltung der umgebenden Grünfläche. Bei einem öffentlichen Ideenworkshop am 23.10.2018 wurden alle Entwürfe vorgestellt und drei favorisierte Entwürfe durch die anwesenden BewohnerInnen und FachgutachterInnen ausgewählt. In der 2. Phase des Verfahrens überarbeiteten die drei Landschaftsarchitekturbüros ihre Entwürfe und stellten diese dann währemd der Gutachtersitzung am 08. Januar 2019 einzeln vor. Dnach erfolgte eine spannende, mitunter kontroverse, aber durchaus konstruktive Diskussion und es konnte ein Siegerentwurf vom Gutachtergremium ausgewählt werden. Das Gutachtergremium setzte sich aus Fachleuten und VertreterInnen der zuständigen Fachämter des Bezirks Mitte von Berlin sowie zwei ausgewählten Mitgliedern des Nachbarschaftsrates KMA II e.V: zusammen. Während dieser Sitzung wurde der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Levin & Monsigny Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH ausgewählt, das unter Würdigung der Empfehlung des Gutachtergremiums mit der weiteren Planung beauftragt wird. Der Siegerentwurf wird Ihnen bei einer öffentlichen Veranstaltung im 2. Quartal 2019 vorgestellt, um Ihre Anmerkungen zu sammeln. Den Siegerentwurf finden Sie auf der Internetseite von Levin & Monsigny.